Rollrasen und Mähroboter – was gibt es zu beachten?

Ein gut gepflegter Rollrasen wächst schon bald nach dem Verlegen gesund und kräftig nach. Kurze Zeit nach dem Auslegen ist es so weit: Der Rasen ist so lang gewachsen, dass er gemäht werden kann. Manchmal können Sie bereits nach 4 – 7 Tagen aktiv werden – auch mit dem Mähroboter.

Sind Mähroboter für Rollrasen geeignet?

Grundsätzlich lässt sich diese Frage mit ja beantworten. Rollrasen kann sehr gut mit einem Mähroboter kombiniert werden. Die Geräte sind leicht und bleiben nie lange an einer Stelle. So belasten Sie den Rasen kaum. Spätestens wenn die Bahnen angewachsen sind, unterscheidet sich Ihr neuer Rasen nicht mehr von einem ausgesäten Rasen. Lediglich zu Beginn sollten Sie etwas vorsichtiger mit der Rasenfläche umgehen, weil das Gras noch nicht stark genug angewachsen sein könnte.

Der erste Schnitt mit dem Mähroboter

  • Erste Schnitte nicht zu tief einstellen: Eine zu tiefe Schnitthöhe kann den noch jungen Rollrasen verletzen und zum Ablösen der Soden führen. Mähen Sie nicht mehr als 1/3 der Gesamthöhe ab. Beispiel: Bei einer Gesamthöhe von 6 cm mähen Sie maximal 2 cm ab, sodass der Rasen hinterher noch 4 cm hoch ist.
  • Stufenweise zur Wunschhöhe: Ist die Gesamthöhe zu hoch, um Ihre Wunschhöhe in einem Schritt mit der 1/3-Regel zu erreichen? Arbeiten Sie sich über mehrere Tage hinweg in Stufen zur gewünschten Höhe vor. Beispiel: Ihr Rollrasen ist auf etwa 9 cm angewachsen. Kürzen Sie ca. 3 cm, um eine Höhe von 6 – 7 cm zu erreichen. Bei nächsten Mal kürzen Sie dann von 6 – 7 cm auf 4 – 5 cm.
  • Scharfe Klingen: Stumpfe Klingen können an den Grashalmen zerren und diese mitsamt Wurzeln aus der Grasnarbe reißen. Ein gesunder und ordentlich angewachsener Rasen kann das besser verkraften als ein frischer Rollrasen. Prüfen Sie daher am besten vor dem ersten Mähen, ob die Klingen Ihres Mähroboters noch ausreichend scharf sind.
  • Rasenschnitt aufsammeln: Normalerweise gilt es als vorteilhaft, das Mähgut des Roboters nach dem Schnitt liegenzulassen. Die abgeschnittenen Fragmente bringen neue Nährstoffe in den Rasen ein und sind daher nützlich. Voraussetzung ist aber, dass die Stücke durch häufiges Mähen eher klein bleiben. Wenn der Rasenschnitt nach dem ersten Mähen relativ lang ist, kann das Risiko für Fäulnisbildung steigen. Sie können es verringern, indem Sie zu langen Rasenschnitt mit einem Rechen entfernen.

Mähzonen für den Mähroboter und Rollrasen gemeinsam planen

Mähroboter verlassen sich auf einen Begrenzungsdraht, um die Fläche zu erkennen, die sie bearbeiten sollen. Bei einem bestehenden Rasen müssen Sie diesen Draht nachträglich im Boden vergraben. Das bedeutet zusätzlichen Aufwand und kann vorübergehend zu unansehnlichen Stellen im Gras führen, z. B. wenn Sie unterschiedliche Mähzonen definieren möchten. Bei einem Rollrasen haben Sie die Gelegenheit, das Verlegen des Drahtes vorher zu erledigen. Sie können frei planen, wo der Begrenzungsdraht liegen soll und ihn sauber im Erdreich anbringen. Anschließend wird er mit dem Rollrasen bedeckt. So kann er ohne großen Aufwand praktisch zeitgleich mit Ihrem neuen Rasen installiert werden.

Weitere Tipps für Rollrasenbesitzer mit Mähroboter

Ein Mähroboter arbeitet selbstständig. Dennoch gibt es Kleinigkeiten, die Sie für einen dauerhaft schönen Rasen von Hand erledigen können. Sehen Sie sich die Rasenfläche hin und wieder an, bevor der Roboter seine Arbeit aufnimmt. Gibt es Pilze oder Unkraut in Ihrer Wiese? Entfernen Sie diese. So können Sie aktiv dazu beitragen, dass sich diese störenden Gewächse nicht weiter verbreiten. Denn der Roboter fährt den gesamten Rasen ab und verteilt Stücke von Unkraut und Pilzen auf der Fläche. Das kann dazu führen, dass sich auch in anderen Teilen der Wiese die ungeliebten Störenfriede ausbreiten. Wenn Sie also von Zeit zu Zeit Unerwünschtes entfernen, beugen Sie dem vor.